CD Review metalunderground.at (4,5/5)

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Vielen Dank an metalunderground.at für das Wahnsinns Review!

 

Band: SOUTHERN TRENDKILL
Titel: Coming To Town
Label: Selfreleased
VÖ: 04.11.16
Genre: Southern Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

SOUTHERN TRENDKILL - Coming To Town Album ArtworkPure, Raw, Southern und Heavy diese Schlagworte sind das A und O, bei der deutschen Combo Southern Trendkill. Persönlich dachte ich, es handle sich um eine Pantera Coverband beim Lesen des Bandnamens. Im Gegensatz dazu sind sicherlich Einflüsse der wohl weg bereitesten Band im Konzept der Band, andersherum ist es allerdings keine Hommage Truppe. Viele Einflüsse wurden aus dem Southern Metal genommen, außerdem kleinere Doom Fragmente sind in ihrem Sound verankert. Ein durch und durch frisches Konzept, welches, und man höre und staune eben nicht aus den Staaten ist. Vor allem nicht aus Texas. Dies kann funktionieren? Ja kann es und im Falle von diesen deutschen Metal Cowboys sind zu High Noon alle Zeichen auf Sturm gesetzt.

Die Stuttgarter Formation versteht es den Amisound von Pantera, Texas Hippie Coalition und Konsorten umzuformieren, sodass man keinen Deut an dem Spirit verliert. Somit eine deutsche Melange und da pfeifen die Komantschen und wie. Mit ausgebuddelten Kriegsbeil schwingend pfeifen die Jungs über unsere Köpfe hinweg und präsentieren den Southern Metal aus deutschen Landen mehr als prächtig. Die glühend stimmigen Vibes peitschen staubtrocken durch die Boxen, bei welchen man für ein ordentliches Staubaufwirbeln sorgt. Besonders knackig finde ich viele Einflüsse aus dem Doom Sektor, welche man ausnehmend schwungvoll mit ins Konzept genommen hat.

Diese sind ein weiterer Faktor, welche nicht bloß die Innovation der Truppe unterstreicht, nein auch die Eigenständigkeit seitens der Stuttgarter wird somit weiterhin nach oben gehievt. Bis in die tiefsten Winkel des Mississippi stößt die Band vor und die Mischung aus südlichem Metal der härteren Gangart und einer Vielzahl von Elementen des Stoner Rock und ebenfalls dem genannten Doom Element gestalten sich zu einem sehr ansehnlichen Gemisch, das wie ein bitter Whiskey brennt.

Der saubere Gesang kommt mal mehr mal weniger klar durch die Boxen. Gefühls technisch werden faltenlos die richtigen Juggernaut Attitüden ausgepackt. Das bedeutet, dass man dazu vor leicht anklagenden-melancholischen Gesängen nicht Halt macht und bündig zum pressgenauen Sound anpasst.

Alle Musikinstrumente der Scheibe bauen auf einen kraftvollen Sound und wurden bestens vom Producer umgesetzt. Somit darf man ausgebreitet auf einen abgöttisch druckvollen Sound bauen, bei welchem man einen richtigen Fön verpasst bekommt. Stahlgitarren der typischen Art und Weise rattern am laufenden Band und erinnern nicht unbeträchtlich an die Glanzzeiten von Pantera und Konsorten. Nein ferner mit Hellyeah darf man sich zum jetzigen Zeitpunkt durchaus messen. Freilich spielen die in der Oberliga, demgegenüber sind gewiss ebenso Southern Trendkill auf dem Weg dorthin. Die angesetzte Menge aller Mischungen wurde leidenschaftlich eingesetzt und das gewisse Gefühl das man hier zum jetzigen Zeitpunkt versprüht, kennt man eigentlich uneingeschränkt von den Bands aus den Südstaaten. Somit dürfen sich diese deutschen Vertreter durchwegs, löblich auf die Schultern klopfen, denn so etwas haarscharf hinzubekommen war bis dato nur ganz wenigen europäischen Vertretern gegönnt. Die

Tempomischung aus langsamen, mittleren Tempoparts, mit immer wiederkehrenden push-forward Effekten sind ein weiterer Garant für viel Unterhaltung und Abwechslung. Die gesetzten Maßstäbe des musikalischen Stils sind für weit größeres berufen und somit sind wir gespannt, was möglicherweise weiterhin von dieser tollen Southern Metal Combo aus Stuttgart folgen wird

Fazit: Sehr toll klingendes Gemisch aus einer Vielzahl von Southern Metal Segmenten, kleineren Ausflügen in den Doom und Sludge Sektor. Sicherlich nicht alltäglich, dass deutsche Bands in diesem Genre agieren. Im Falle von Southern Trendkill sind alle Zeichen auf Sturm und die Stampede darf gierig genossen werden.

Tracklist:

01. Coming to town
02. 13 Shots
03. Newborn Hate
04. Roadkill
05. Stone Cold sober
06. Alive
07. Tired
08. Turn up the Volume
09. Caged Animal
10. Prowler
11. Motorcaust

Besetzung:

Lukas Pfisterer (voc)
Max Neubauer (guit)
Benedikt Schnaible (guit)
Lena Roller (bass)
Marcel Bühler (drums)

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